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Die Laubarbeiten haben alle ein gemeinsames Ziel: Sie schaffen gute Bedingungen für gesundes, qualitativ hochstehendes Traubengut.
Nach dem Rebschnitt ist das Erlesen die erste Möglichkeit, den Traubenertrag zu regulieren. Die Anzahl der Schosse soll nicht nur auf den gewünschten Ertrag, sondern auch auf die Kraft der Pflanze abgestimmt werden.
Danach folgt das Einschlaufen der Triebe und das Entfernen von Zweittrieben. Dies gewährleistet eine optimale photosynthetische Tätigkeit der Blätter. Durch das sogenannte "Gipfeln" wird der unerwünschte Schattenwurf auf die eigene Pflanze verhindert.
Der ideale Zeitpunkt für das Ausdünnen der Trauben ist unmittelbar nach dem Farbumschlag, der im Chianti Ende Juli/Anfang August stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wachstumsphase der Beeren beendet und der Zucker verlagert sich in die Trauben. Also: Je weniger Trauben an einer Pflanze hängen, desto höher wird der Zuckergehalt der einzelnen Trauben sein. Ein verfrühtes Ausdünnen, z.B. wenn die Beeren sich noch in der Wachstumsphase befinden, begünstigt ihre Vergrösserung und reduziert die Zuckerkonzentration.
Anfang September werden in der Traubenzone nochmals zusätzlich Blätter entfernt. Dies führt zu einer besseren Belüftung und begünstigt somit die Verdunstung der Wasserablagerungen um die Trauben. So kann das Entstehen von Graufäule (Botrytis) vermieden werden.
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