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Das Erziehungssystem auf Brancaia ist der einarmige Kordon. Der Kordon wird 50 cm über dem Boden an einen Stahldraht gebunden. Der Rebenspalier hängt auf diese Weise unmittelbar über der Erde. Das begünstigt das Reifen der Trauben, indem sie von der vom Boden widergespiegelten Wärme profitieren. Als Unterlagsrebe wurde hauptsächlich der Typ 420 A (Berlandieri x Riparia) verwendet. Sie leitet beschränkte Kraft in die Pflanze und passt sich somit den mageren und relativ trockenen Böden gut an.
Eine der Besonderheiten von Brancaia ist die hohe Pflanzendichte (6.000 Pflanzen/ha). So lassen sich pro Pflanze niedrige Erträge erzielen. Bei einem Hektarertrag von 5.500 kg/ha bringt ein Rebstock ca. 900 g Trauben (weniger als eine 0.75l-Flasche pro Pflanze). Um das selbe Resultat mit einer traditionellen Bestockung von 2.800 Pflanzen/ha zu erreichen, müsste jeder Rebstock ca. 1.900 g Trauben produzieren. Ein weiterer Vorteil einer hohen Bestockung ist die Erhöhung der Nahrungskonkurrenz unter den Reben bzw. die Einschränkung ihrer Kraft durch die Erzeugung einer moderaten Stresssituation. Das führt zu einer früheren Traubenreife und zu einem geringeren Pflanzenertrag. Weiter werden die Wurzeln dazu verleitet, vermehrt in die Tiefe und nicht in die Breite zu wachsen. |
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